WOWI-GIX fällt auf Rekordtief von 41,7 Punkten

Redaktion2 min read02.10.2026, 00:00vor 3 Wochen
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WOWI-GIX fällt auf Rekordtief von 41,7 Punkten

Das Geschäfts- und Investitionsklima der Wohnungswirtschaft hat im vierten Quartal 2026 den tiefsten Stand erreicht: Der WOWI-GIX sinkt auf 41,7 Punkte.

Der WOWI-GIX, der das Geschäfts- und Investitionsklima der Wohnungswirtschaft abbildet, ist im vierten Quartal 2026 auf 41,7 Punkte gefallen. Das ist ein Rekordtief: So niedrig lag der Index noch nie. Im dritten Quartal stand der WOWI-GIX bei 43,9 Punkten, das Minus beträgt 2,2 Punkte.

Auch der Teilindex WOWI-IKX zum Investitionsklima gab nach. Er sank von 48,8 auf 46,8 Punkte, ein Rückgang um 2,0 Punkte.

Zinsen, Inflation und Regulierung als Bremsen

Als Hauptgründe für die Eintrübung des WOWI-GIX nennt die Auswertung steigende Zinsen, wachsende Inflationsrisiken, geopolitische Unsicherheiten und zunehmenden regulatorischen Druck. Hinzu kommen höhere Bau- und Finanzierungskosten, lange Behördenlaufzeiten, unsichere Förderzusagen und begrenzte Spielräume bei der Refinanzierung.

Für Wohnungsunternehmen bedeutet das: Investitionen in Neubau und Modernisierung lassen sich schwerer kalkulieren und werden häufiger zurückgestellt.

Mietrechtsreform erhöht den Druck

Zusätzlich beschäftigt die Branche ein Gesetzgebungsverfahren zur Änderung des Rechts der Wohnraumvermietung. Nach Angaben des Bundesjustizministeriums (BMJV) soll die Mietpreisbremse gestärkt werden. Die Ausnahme für die Vermietung zum vorübergehenden Gebrauch soll zeitlich klar auf 6 Monate begrenzt werden, unter bestimmten Voraussetzungen verlängerbar auf 8 Monate. Das Kabinett hat den Entwurf laut den vorliegenden Berichten bereits beschlossen, es folgen die parlamentarischen Beratungen. Einen Termin für das Inkrafttreten gibt es bislang nicht.

Was heißt das für Vermieter?

Der Stand des WOWI-GIX deutet auf ein schwächeres Umfeld für Finanzierung, Modernisierung und Ankauf hin. Wer Vorhaben plant, sollte mit strengeren Kreditbedingungen und längeren Umsetzungszeiten rechnen. Eigenkapital, eine lange Zinsbindung und Reserven für Baukostenrisiken gewinnen an Gewicht. Die Mietrechtsreform sollten private Vermieter vor allem bei befristeten Vermietungen und der Mietkalkulation im Blick behalten.

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