Berechnungstools

Tools – Schnelle Antworten auf wichtige Fragen

Drei spezialisierte Rechner für Ihre Immobilienentscheidungen: Grundsteuer berechnen, Sonderabschreibungen prüfen und optimale Zinssätze ermitteln.

Schwierigkeit:Einsteiger
Zielgruppe:Berater, Makler, Investoren
Tools

Überblick

Die Tool-Suite unterstützt dich bei steuerlichen und finanziellen Berechnungen rund um deine Immobilien. Der Grundsteuerrechner ermittelt die jährliche und monatliche Grundsteuer nach der offiziellen deutschen Berechnungsformel. Der Sonder-AfA-Prüfer analysiert deine Berechtigung für Sonderabschreibungen nach §7b und §7i EStG. Der Zinssatzrechner berechnet realistische Zinssätze basierend auf deiner Bonität und den Objekteigenschaften.

Grundsteuerrechner Deutschland – Einheitswert-basierte Berechnung

Der Grundsteuerrechner ermittelt die deutsche Grundsteuer nach dem Grundsteuergesetz (GrStG). Die Berechnung basiert auf dem vom Finanzamt festgestellten Einheitswert und erfolgt in drei Schritten: Einheitswert × Steuermesszahl × Hebesatz der Gemeinde. Das Ergebnis zeigt die jährliche und monatliche Grundsteuerbelastung.

Eingabeparameter

Der Einheitswert ist der vom zuständigen Finanzamt bescheidmäßig festgestellte Wert der Liegenschaft – er steht auf dem Einheitswertbescheid und weicht deutlich vom Verkehrswert ab. Der Einheitswert bildet die alleinige Bemessungsgrundlage.

Die Steuermesszahl ist im GrStG gesetzlich festgelegt: Für land- und forstwirtschaftliche Betriebe gelten 1,6 ‰ bis 2,0 ‰, für bebaute Grundstücke (Ein- und Zweifamilienhäuser, Eigentumswohnungen) in der Regel 2,0 ‰, für sonstige Grundstücke bis 3,0 ‰.

Der Hebesatz wird von der jeweiligen deutschen Gemeinde festgesetzt. Er variiert je nach Gemeinde erheblich: Berlin 810 %, Hamburg 540 %, München 535 %, Frankfurt 500 %, Köln 515 %. Die aktuellen Werte findest du auf der Website deiner Gemeindeverwaltung oder bei der zuständigen Stadtverwaltung.

Berechnungslogik

Die Berechnung folgt dem GrStG: Zunächst ergibt sich der Steuermessbetrag aus Einheitswert multipliziert mit der Steuermesszahl. Anschließend ergibt die Multiplikation des Steuermessbetrags mit dem Hebesatz die jährliche Grundsteuer. Die monatliche Grundsteuer entspricht dem Jahresbetrag geteilt durch 12.

Ergebnisanzeige

Die Ergebnisanzeige zeigt alle eingegebenen Werte zur Kontrolle, den Steuermessbetrag als Zwischenergebnis, die jährliche Grundsteuer und die monatliche Rate. Der Rechner liefert keine steuerliche Beratung – für den exakten Bescheidwert wende dich an dein zuständiges Finanzamt.

Grundsteuerrechner öffnen

Renditerechner Deutschland – Ertragsanalyse mit deutschen Vergleichswerten

Der Renditerechner berechnet die drei zentralen Renditekennzahlen für Immobilieninvestitionen in Deutschland: Bruttomietrendite, Nettomietrendite und Eigenkapitalrendite. Das Tool berücksichtigt typische deutsche Kaufnebenkosten (Grunderwerbsteuer 3,5 %, Grundbucheintragungsgebühr 1,1 %, Maklerprovision bis 3 % zzgl. USt.) und liefert Benchmarks für die wichtigsten Städte.

Drei Renditekennzahlen

Die Bruttomietrendite setzt die Jahreskaltmiete ins Verhältnis zum Kaufpreis – ohne Nebenkosten oder Bewirtschaftungskosten. Sie eignet sich als Schnellindikator beim ersten Objektvergleich.

Die Nettomietrendite zieht alle Kaufnebenkosten und laufenden Bewirtschaftungskosten ab. Sie ist die entscheidende Kennzahl für Investitionsentscheidungen und ermöglicht den direkten Vergleich zwischen Objekten.

Die Eigenkapitalrendite misst den Ertrag auf das tatsächlich eingesetzte Eigenkapital und zeigt die Wirkung des Leverage-Effekts bei Fremdfinanzierung.

Deutsche Markt-Benchmarks 2026

Als Orientierung für den deutschen Markt gelten folgende Nettomietrenditen: München und Berlin Innenstadt 2,5–3,5 %, Hamburg, Frankfurt und Stuttgart 3,5–4,5 %, Leipzig, Dresden und weitere Großstädte 5–6,5 %, kleinere Städte und Randlagen 5,5–7,0 %.

Integration mit dem ImmoCheck

Beim Aufruf aus dem ImmoCheck werden Kaufpreis, Kaufnebenkosten, Kaltmiete und Bewirtschaftungskosten automatisch vorausgefüllt. Der berechnete Renditewert kann per Klick direkt in die Analyse übernommen werden.

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Nebenkostenabrechnung Deutschland – BGB-konforme Betriebskostenabrechnung

Das Nebenkostenabrechnungs-Tool erstellt die jährliche Betriebskostenabrechnung nach deutschem Mietrecht. Die rechtliche Grundlage bildet die Betriebskostenverordnung (BetrKV) auf Grundlage von § 556 BGB; Heiz- und Warmwasserkosten werden nach der Heizkostenverordnung (HeizkostenV) abgerechnet.

Gesetzliche Grundlagen

Nach BetrKV § 2 sind nur die im abschließenden Betriebskostenkatalog genannten Kostenarten umlagefähig: Grundsteuer, Wasser- und Abwassergebühren, Schornsteinfeger, Müllabfuhr, Schädlingsbekämpfung, Beleuchtung der allgemeinen Teile, Versicherungsprämien, Hausmeister- oder Reinigungskosten sowie laufende öffentliche Lasten des Grundstücks. Reparatur-, Instandhaltungs- und Verwaltungskosten dürfen nicht auf den Mieter umgelegt werden.

Heiz- und Warmwasserkosten sind nach der Heizkostenverordnung (HeizkostenV) zwingend zu 50 bis 70 % verbrauchsabhängig abzurechnen; der verbleibende Grundkostenanteil wird nach Wohn- oder Nutzfläche verteilt.

Fristen und Pflichten

Die Abrechnung muss dem Mieter spätestens zwölf Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums zugehen (§ 556 Abs. 3 BGB). Nach Ablauf dieser Frist ist eine Nachforderung des Vermieters ausgeschlossen; ein Guthaben des Mieters bleibt weiterhin auszuzahlen. Der Mieter kann Einsicht in die Originalbelege verlangen (§ 259 BGB).

Funktionsumfang des Tools

Das Tool verarbeitet alle erfassten Buchungen automatisch, weist jeder Kostenposition den korrekten Verteilungsschlüssel zu (Wohnfläche nach § 556a BGB, Personenzahl oder Verbrauch nach HeizkostenV) und erstellt eine vollständige, prüffähige PDF-Abrechnung. Häufige Fehlerquellen wie unzulässige Kostenarten, falscher Verteilerschlüssel oder fehlende HeizkostenV-Konformität werden vor der Ausgabe automatisch geprüft.

Integration in den Analyse-Workflow

Alle Betriebskostenarten sind direkt mit dem Kostenerfassungsmodul verknüpft. Einmal erfasste Buchungen fließen automatisch in die Jahresabrechnung ein und können je Abrechnungsperiode ausgegeben werden.

Nebenkostenabrechnung öffnen

Integration in den Analyse-Workflow

Alle drei Tools sind in den ImmoCheck integriert und können direkt aus dem Formular aufgerufen werden. Der Grundsteuerrechner unterstützt bei der Eingabe der monatlichen Grundsteuer im Kapitel „Miete und Betriebskosten". Der Renditerechner liefert die Nettomietrendite für das Kapitel „Rendite und Bewertung". Das Nebenkostenabrechnungs-Tool stellt die gesetzeskonforme Jahresabrechnung nach BetrKV und § 556 BGB bereit.

Berechnete Werte können per Klick direkt übernommen werden, sodass die Ergebnisse ohne manuelle Übertragung in deine Immobilienanalyse einfließen.

Eigenschaften

  • Grundsteuerrechner nach offizieller deutscher Formel
  • Renditerechner: Brutto-, Netto- und Eigenkapitalrendite
  • Nebenkostenabrechnung nach deutscher BetrKV
  • Berechnung aus Einheitswert, Steuermesszahl und Hebesatz
  • Jährliche und monatliche Grundsteuerbelastung
  • Hebesätze deutscher Gemeinden hinterlegt
  • Sonder-AfA-Prüfer für §7b und §7i EStG
  • Deutsche Kaufnebenkosten und Markt-Benchmarks
  • Heiz- und Warmwasserkosten verbrauchsabhängig abgerechnet
  • Autofill und direkte Wertübernahme aus dem ImmoCheck

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