Neuperlach: Zwei Bürohäuser sollen 300 Wohnungen werden

Zwei leerstehende Bürohäuser in München-Neuperlach sollen binnen etwa zwei Jahren zu rund 300 Wohnungen werden, genehmigt ist das Vorhaben bislang nicht.
Zwei leerstehende Bürohäuser in München-Neuperlach sollen innerhalb von etwa zwei Jahren zu rund 300 Wohnungen umgebaut werden. Das hat die Münchner Umbauagentur im Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach bestätigt. Genehmigt ist die Büro zu Wohnung Umwandlung an der Thomas-Dehler-Straße 25 und 27 bislang nicht.
Was geplant ist
Für die Hausnummer 27 liegt bereits ein Bauvorbescheid vor, dort sind rund 145 Wohnungen vorgesehen, davon etwa 33 gefördert. Für die Nummer 25 wurde im Juli eine Bauvoranfrage gestellt. Hier ist zunächst von rund 145 Wohnungen die Rede, im Projektstand taucht auch eine Größenordnung von bis zu 165 auf. Etwa 29 davon sollen gefördert sein.
Zusammen kämen die beiden Bürohäuser auf rund 300 Wohnungen, davon etwa 62 gefördert. Die Wohnungen sollen zwischen 22 und 84 Quadratmeter groß sein. Je nach Variante würden 250 bis 381 Menschen einziehen.
Zeitplan und Zweifel
Die Projektentwickler wollen die Planung nach einem positiven Bauvorbescheid in etwa drei Monaten abschließen. Für die Fertigstellung veranschlagen sie rund zwei Jahre. Ein Vorbescheid ersetzt allerdings keine Baugenehmigung, und genau hier setzen die Zweifel an.
Die Investoren rechnen offenbar mit einer Nachverdichtung von mehr als den üblichen 30 Prozent, um die Büro zu Wohnung Umwandlung wirtschaftlich zu tragen. Ob die Stadt das zulässt, entscheidet sich im Verfahren nach Baugesetzbuch und Bebauungsplan. Hinzu kommen Fragen zu Infrastruktur und zur Leistungsfähigkeit der städtischen Planungs- und Genehmigungsstellen, die ihr Personal und die systematische Bestandsanalyse leerstehender Büros erst aufbauen.
Einordnung für den Münchner Wohnungsbau
Das Projekt fällt in eine schwache Phase: 2025 wurden in München nach vorliegenden Zahlen nur 4.346 Wohnungen fertiggestellt, 2024 waren es 6.501. Das frühere städtische Ziel lag bei 8.500 Wohnungen im Jahr. Die Stadt setzt deshalb auf die Umwandlung leerstehender Büroflächen.
Was heißt das für Vermieter?
Kurzfristig ändert sich am Angebot nichts, denn die Wohnungen existieren erst auf dem Papier. Sollten sie tatsächlich entstehen, könnten rund 300 neue Einheiten den Wettbewerb um Mieter bei kleinen und mittleren Wohnungen in Neuperlach erhöhen; die 62 geförderten Wohnungen würden vor allem preisgünstige Nachfrage binden. Eigentümer leerstehender Büro- oder Mischobjekte sollten prüfen, ob eine Büro zu Wohnung Umwandlung planungsrechtlich und wirtschaftlich darstellbar ist. Ein Selbstläufer ist das nicht: Brandschutz, Belichtung, Schallschutz und Stellplätze bestimmen, ob sich ein Umbau gegenüber dem Neubau rechnet.
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