München-West: Heimag-Siedlung wächst um 160 Wohnungen

In der Heimag-Siedlung im Münchner Westen entstehen ab 2029 fast 160 zusätzliche Wohnungen im Bestand mit 424 Einheiten.
In der Heimag-Siedlung im Münchner Westen sollen ab 2029 knapp 160 neue Wohnungen entstehen, zusätzlich zum bestehenden Bestand von 424 Wohnungen. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung. Die Umsetzung erfolgt in drei Bauabschnitten und soll bis 2035 abgeschlossen sein.
Damit wächst der Wohnungsbestand in der Siedlung um gut ein Drittel, ohne dass dafür neue Flächen außerhalb des bestehenden Ensembles erschlossen werden. Geplant sind drei Punkthäuser, zwei davon mit acht Geschossen, eines mit fünf Geschossen. Die Gebäude sollen mit Balkonen und in Massivbauweise errichtet werden, beheizt über Wärmepumpen, mit Vorrichtung für eine spätere Photovoltaik-Nachrüstung.
Von den neuen Wohnungen sind 40 Prozent einkommensorientiert gefördert (EoF), die übrigen 60 Prozent werden eigenfinanziert errichtet. Diese Mischung aus geförderten und frei finanzierten Einheiten ist bei größeren Nachverdichtungsprojekten in München inzwischen üblich, wenn öffentliche Wohnungsbauträger wie im Fall der Heimag beteiligt sind.
Das Projekt reiht sich in eine Reihe Münchner Vorhaben ein, bei denen Bestandsquartiere durch Aufstockungen, Ergänzungsbauten oder das Schließen von Baulücken verdichtet werden, statt ausschließlich auf der grünen Wiese zu bauen. Die Stadt selbst zählt solche Maßnahmen zur Kategorie Nachverdichtung im engeren Sinn.
Was heißt das für Vermieter?
Das Beispiel aus dem Münchner Westen zeigt, dass sich Nachverdichtung auf Bestandsgrundstücken auch bei großen Siedlungen wirtschaftlich und planerisch rechnen kann, wenn Bebauungsplan und Abstandsflächen es zulassen. Private Eigentümer mit ungenutzter Grundstücksreserve sollten Aufstockung oder Ergänzungsbauten als Option prüfen, insbesondere wenn ein Förderanteil wie die EoF-Quote die Finanzierung erleichtert. Wer ein vergleichbares Vorhaben plant, muss frühzeitig Mieterkommunikation und die Akzeptanz im Bestand mitdenken, da Bauabschnitte über mehrere Jahre laufen und laufenden Betrieb sowie bestehende Mietverhältnisse berühren.
More News

Region Hannover: Neue Wohnraumförderung ab Sommer 2026
13.10.2026
Bundesrat will Spekulationssteuer bei Scheidungsimmobilien kippen
13.10.2026
Linke will Leerstand über Stromzählerdaten aufspüren
13.10.2026
TKG-Novelle: Glasfaser-Ausbaurecht in Gebäuden im Bundestag
13.10.2026
Hamburg: Solargründachpflicht für Flachdächer ab 2027
12.10.2026