Deloitte: München hat Europas teuerste Neubauwohnungen

München führt 2025 das europäische Preisranking für Neubauwohnungen an: 11.200 Euro je Quadratmeter im Schnitt, ermittelt im Deloitte Property Index 2026 für 71 Städte.
München führt das europäische Preisranking für Neubauwohnungen an. Laut dem Deloitte Property Index 2026 lag der durchschnittliche Preis für Neubauwohnungen in der bayerischen Landeshauptstadt 2025 bei 11.200 Euro je Quadratmeter. Im Vorjahr stand München noch auf Platz drei. Damit sind die München Neubau Preise die höchsten unter den untersuchten Städten Europas.
Dahinter folgen Luxemburg-Stadt mit 10.567 Euro, Amsterdam mit 8.650 Euro und Barcelona mit 8.037 Euro je Quadratmeter. Die Auswertung umfasst 71 europäische Städte. Bei den Werten handelt es sich überwiegend um Angebotspreise, nicht um notariell beurkundete Kaufpreise.
Deutschland insgesamt liegt im Ländervergleich bei durchschnittlich 5.200 Euro je Quadratmeter für Neubauwohnungen. Nur Luxemburg und Tschechien liegen darüber. Die München Neubau Preise liegen damit mehr als doppelt so hoch wie das deutsche Mittel.
Der Sprung an die Spitze Europas ist teilweise methodisch bedingt: In der aktuellen Ausgabe fehlen israelische Marktdaten, wodurch sich die Vergleichsgruppe verändert hat. Er belegt deshalb keinen entsprechenden Wertzuwachs einzelner Münchner Objekte.
Rechenbeispiel zum Kapitaleinsatz
Bei 11.200 Euro je Quadratmeter kostet eine Neubauwohnung mit 70 Quadratmetern rechnerisch rund 784.000 Euro, noch ohne Kaufnebenkosten. Hinzu kommen Finanzierungszinsen, nicht umlagefähige Betriebskosten, Instandhaltung und Leerstandsrisiko. Eine hohe Monatsmiete garantiert bei diesem Einstandspreis keine angemessene Nettorendite.
Was heißt das für Vermieter?
Die Deloitte-Zahl ist ein Marktindikator für Einstandspreise, kein Renditebeleg. Wer angesichts der München Neubau Preise kauft, sollte Nettokaufpreis je Quadratmeter, erzielbare Nettokaltmiete und jährlichen Kapitaldienst inklusive Tilgung objektbezogen gegenüberstellen. Bei der Erstvermietung einer nach dem 1. Oktober 2014 erstmals genutzten und vermieteten Neubauwohnung greift die Mietpreisbremse nicht; Baujahr, erste Nutzung und erste Vermietung sollten dafür dokumentiert sein. Die Mietpreisbremse gilt in angespannten Märkten bis Ende 2029 fort.
Passend zum Thema
Rendite Ihrer Kapitalanlage berechnen
Passend zum Thema
Marktwert Ihrer Immobilie prüfen
More News

Hamburg: Nur 5.976 neue Wohnungen – Tiefstwert seit 2012
22.10.2026
Mannheim verlängert Zweckentfremdungsverbot bis 2031
22.10.2026
Verkaufsdauer: Von 3,1 bis 8,8 Wochen je nach Region
22.10.2026
LG Frankfurt verbietet 3D-Luftbilder von Wohngrundstück
21.10.2026
Steuerpläne: Fällt die Zehnjahresfrist für Vermieter?
21.10.2026