Hamburgs Bürgerschaft zahlt künftig doppelte Miete

Hamburgs Bürgerschaft ist 2026 in ihr neues Haus am Alten Wall gezogen – die Miete verdoppelt sich auf rund 354.600 Euro monatlich.
Hamburgs Bürgerschaft ist 2026 in das neu errichtete „Haus der Bürgerschaft“ am Alten Wall 38 umgezogen. Damit steigt die monatliche Nettokaltmiete auf rund 354.600 Euro, wie aus dem im Hamburger Transparenzportal veröffentlichten Mietvertrag hervorgeht. Zuvor zahlte die Bürgerschaft für ihre bisherigen, über mehrere Standorte verstreuten Räume rund 160.000 bis 172.000 Euro pro Monat – die Miete hat sich damit annähernd verdoppelt.
Das achtstöckige Gebäude bietet knapp 9.850 Quadratmeter Nutzfläche. Rechnerisch ergibt sich daraus eine Anfangsmiete von etwa 28,90 Euro pro Quadratmeter und Monat. Der Mietvertrag läuft über 30 Jahre.
Dem Umzug gingen das Richtfest 2024 und die Schlüsselübergabe im laufenden Jahr voraus. Die bisherigen Anmietungen der Bürgerschaft laufen im Zuge des Umzugs sukzessive aus.
Was heißt das für Vermieter?
Der Fall liefert einen konkreten Vergleichswert für Hamburgs Innenstadtlagen: Rund 28,90 Euro pro Quadratmeter Anfangsmiete zeigen, welches Preisniveau hochwertige Neubauflächen mit langfristiger Vermietung an einen bonitätsstarken Mieter aktuell erzielen. Für private Eigentümer von Büroimmobilien ist relevant, dass die öffentliche Hand bei einer 30-jährigen Laufzeit bereit ist, deutlich höhere Mieten als im Bestand zu zahlen, wenn Lage und Flächenqualität stimmen. Wer eigene Gewerbeflächen vermietet oder verkauft, kann diesen Fall als Referenzpunkt für Mietpreisverhandlungen in vergleichbaren Innenstadtlagen heranziehen.
More News

Pflichtversicherung gegen Elementarschäden: Eckpunkte liegen vor
23.10.2026
GModG kippt 65-Prozent-Regel: Vermieter tragen Gaskosten mit
23.10.2026
IW-Wohnindex: Bestandswohnungen verteuern sich am stärksten
23.10.2026
Pfandbriefbanken: Vergesellschaftung verteuert Immobilienkredite
23.10.2026
Mannheim verlängert Zweckentfremdungsverbot bis 2031
22.10.2026