Frankfurt: Mehr Immobilienverkäufe laut Gutachterausschuss 2025

In Frankfurt am Main wurden 2025 deutlich mehr Immobilien verkauft, die Preise unterscheiden sich aber stark je nach Stadtteil und Lage.
Der Frankfurter Immobilienmarkt hat 2025 wieder an Dynamik gewonnen. Laut dem Gutachterausschuss der Stadt wurden im vergangenen Jahr 3.194 Kaufverträge über Eigentumswohnungen beurkundet – ein Plus von zwölf Prozent gegenüber 2024.
Auch bei anderen Objektarten legte die Zahl der Transaktionen zu. Für Einfamilienhäuser stieg die Zahl der Verträge um 14 Prozent auf 549, bei Mehrfamilienhäusern um zehn Prozent auf 438. Der Anstieg über alle Wohnungstypen hinweg deutet auf eine breitere Belebung des Markts hin, nicht nur auf Einzeleffekte in bestimmten Segmenten.
Preise bleiben stark lageabhängig
Eine aktuelle Auswertung von Marc Härter Immobilien verknüpft die beurkundeten Vertragszahlen mit Angebotsdaten vom August 2026 und zeigt, wie unterschiedlich das Preisniveau innerhalb Frankfurts ausfällt. Bei Bestandswohnungen erreicht Westend-Süd in der Zweijahresbetrachtung einen Angebotsmedian von 8.885 Euro pro Quadratmeter, gefolgt von Westend-Nord mit 8.155 Euro und Sachsenhausen-Nord mit 7.875 Euro.
Deutlich günstiger sind Bockenheim mit einem Median von 6.765 Euro und Sachsenhausen-Süd mit 6.176 Euro pro Quadratmeter. Der Stadtteilmedian allein greift laut der Auswertung aber zu kurz: Im Westend-Süd reicht die Spanne zwischen dem 10. und 90. Perzentil von 7.215 bis 11.612 Euro pro Quadratmeter. Selbst innerhalb eines einzelnen Stadtteils können sich damit erhebliche Preisunterschiede ergeben.
„Die steigende Zahl beurkundeter Verträge zeigt, dass der Frankfurter Markt wieder stärker in Bewegung kommt. Für Eigentümer bleibt der Stadtteilwert trotzdem nur der Ausgangspunkt. Mikrolage, Zustand, Baujahr, Nutzung und vollständige Unterlagen entscheiden darüber, welcher Preis für die konkrete Immobilie nachvollziehbar ist“, sagt Marc Härter, Inhaber von Marc Härter Immobilien.
Häusermarkt stabilisiert sich
Auch bei Häusern zeichnet sich nach der Preiskorrektur seit 2022 eine Stabilisierung ab. Der Median der Angebotspreise für Bestandshäuser lag 2026 bei 4.667 Euro pro Quadratmeter und damit nahezu auf dem Niveau der beiden Vorjahre. Zwischen Einfamilienhaus, Villa, Reihenhaus und Mehrfamilienhaus bestehen laut der Auswertung jedoch deutlich unterschiedliche Preislogiken, die sich nicht auf einen einheitlichen Quadratmeterwert reduzieren lassen.
Was heisst das fuer Vermieter?
Wer in Frankfurt kauft oder verkauft, sollte sich nicht allein am Stadtteilmedian orientieren, da die Preisspannen selbst in Toplagen wie Westend-Süd erheblich sind. Die steigenden Transaktionszahlen im Rhein-Main-Gebiet sprechen für ein wieder aktiveres Marktumfeld, das Investoren mehr Vergleichsobjekte und realistischere Preisfindung ermöglicht. Für Eigentümer bleiben Zustand, Mikrolage und vollständige Unterlagen entscheidend für eine marktgerechte Bewertung.
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