Dortmund: Umzugszahlen so niedrig wie seit 40 Jahren

In Dortmund sind die Umzugszahlen 2024 auf den niedrigsten Stand seit 40 Jahren gefallen, wie die Ruhr Nachrichten berichten.
Die Umzugszahlen in Dortmund sind 2024 auf den niedrigsten Stand seit 40 Jahren gesunken. Das berichten die Ruhr Nachrichten in einer Meldung vom 2. September 2026 und verweisen damit auf einen anhaltend angespannten Dortmund Wohnungsmarkt.
Die strukturelle Leerstandsquote im Dortmunder Wohnungsmarkt liegt bei 1,6 Prozent. Bezieht man kurzfristige Leerstände mit ein, stehen rund 2 Prozent der Wohnungen leer. Beide Werte gelten als Ausdruck eines knappen Angebots bei anhaltend hoher Nachfrage und erklären, warum die Umzugszahlen so niedrig ausfallen.
Die durchschnittliche Kaltmiete lag laut einer Dortmunder Analyse zuletzt bei 8,97 Euro pro Quadratmeter, ein Anstieg von rund 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Rund 80 Prozent des Wohnungsbestands in der Stadt sind älter als 40 Jahre; knapp 45 Prozent stammen aus den 1950er- und 1960er-Jahren.
Mietpreisbremse und Mietspiegel gelten seit 2025
In Dortmund gilt seit dem 1. März 2025 eine Mietpreisbremse für Neuverträge. Damit darf die Miete bei Neuvermietungen die ortsübliche Vergleichsmiete um maximal 10 Prozent übersteigen, sofern keine gesetzlichen Ausnahmen greifen, etwa bei Neubauten oder umfassend modernisierten Wohnungen.
Grundlage für die Vergleichsmiete ist der Mietspiegel 2025/2026, den die Stadt Dortmund bis zum 31. Dezember 2026 als gültig ausweist. Bundesweit wurde die Mietpreisbremse zudem bis zum 31. Dezember 2029 verlängert, was den Dortmunder Wohnungsmarkt weiterhin regulatorisch stark prägt.
Für Eigentümer relevant ist außerdem eine technische Frist: Bis zum 31. Dezember 2026 müssen fernablesbare Messgeräte für Wärme und Wasser installiert sein; ältere, nicht fernablesbare Geräte sind bis dahin auszutauschen. Zusätzlich soll das Umwandlungsverbot nach Paragraf 250 Baugesetzbuch bis Ende 2030 verlängert werden, was für die Umwandlung von Mietwohnungen in Eigentumswohnungen von Bedeutung ist.
Was heisst das fuer Vermieter?
Die sinkende Fluktuation bedeutet seltener leer stehende Wohnungen, gleichzeitig bleibt die Nachfrage nach gutem Bestand hoch. Bei Neuvermietungen in Dortmund müssen Vermieter die Mietpreisbremse und den Mietspiegel 2025/2026 beachten. Der hohe Anteil älterer Bausubstanz spricht für Modernisierungsbedarf, der die Vermietbarkeit verbessern kann, aber mietrechtlich korrekt umgesetzt werden muss. Bis Ende 2026 sollten zudem alle Messgeräte auf Fernablesbarkeit umgerüstet sein.
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