Bauturbo: Kommunen unterstützen ihn, aber nicht überall

Auf der Expo Real zogen Teilnehmer eines Panels nach rund einem Jahr § 246e eine erste Bilanz: Kommunen wollen den Bauturbo, doch er ist nicht für alle relevant.
Die Kommunen befürworten den Bauturbo grundsätzlich, er ist aber nicht für alle von ihnen relevant. Zu diesem Ergebnis kamen die Teilnehmer des Panels „Bauturbo – erster Erfahrungsbericht“ auf der Expo Real, über das die Immobilien Zeitung berichtet.
Anlass war die Bilanz nach etwa einem Jahr mit dem § 246e Baugesetzbuch. Die Runde mit Nadine Bischoff, Steffen Kercher, Bianca Reinhardt Weith und Mathias Hellriegel lieferte ein Stimmungsbild dazu, wie die neue Regelung in der kommunalen Praxis ankommt.
Die Grundlinie der Diskussion: Die Städte und Gemeinden wollen das Instrument, auch wenn es nicht überall gleichermaßen greift. Nach der Schilderung der Immobilien Zeitung bewerten die Kommunen den Bauturbo also positiv, sehen aber nicht für jede Gemeinde einen praktischen Anwendungsfall.
Der Bauturbo soll Genehmigungen für Neubau und Nachverdichtung beschleunigen. Wie weit er trägt, hängt damit stark von der Lage vor Ort und vom Bedarf der jeweiligen Kommune ab.
Was heißt das für Vermieter?
Wer Neubau oder Nachverdichtung plant, etwa eine Aufstockung oder ein zusätzliches Gebäude auf dem eigenen Grundstück, sollte bei der Kommune nachfragen, ob sie den § 246e anwendet. Eine pauschale Beschleunigung gibt es nicht: Ob ein Vorhaben davon profitiert, entscheidet sich von Gemeinde zu Gemeinde. Für Investoren lohnt es sich, den Standort entsprechend auszuwählen.
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