Baupreise Wohngebäude steigen im August 2026 um 5,5 %

Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude war im August 2026 um 5,5 % teurer als ein Jahr zuvor, meldet Destatis; im Mai waren es noch 5,0 %.
Die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude in Deutschland sind im August 2026 um 5,5 % höher gewesen als im August 2025. Das teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Im Mai 2026, dem vorherigen Berichtsmonat der Statistik, hatte der Anstieg im Vorjahresvergleich 5,0 % betragen. Gegenüber Mai 2026 legten die Baupreise um 1,0 % zu. Alle Angaben beziehen sich auf Bauleistungen am Bauwerk einschließlich Mehrwertsteuer.
Rohbau: Dachdecker und Holzbau vorn
Rohbauarbeiten kosteten im August 2026 durchschnittlich 5,4 % mehr als ein Jahr zuvor. Betonarbeiten und Mauerarbeiten haben den größten Anteil an den Rohbauleistungen und am Gesamtindex. Betonarbeiten verteuerten sich um 4,3 %, Mauerarbeiten um 4,2 %.
Deutlich stärker zogen andere Gewerke an: Dachdeckungsarbeiten waren 7,6 % teurer, Zimmer- und Holzbauarbeiten 7,2 %, Erdarbeiten 6,1 %.
Ausbau: Heizung und Elektro verteuern sich
Die Preise für Ausbauarbeiten lagen 5,7 % über dem Vorjahresmonat. Heizanlagen und zentrale Wassererwärmungsanlagen, darunter Wärmepumpen, haben hier den größten Anteil und stiegen um 5,2 %. Metallbauarbeiten legten um 5,0 % zu.
Elektro-, Sicherheits- und informationstechnische Anlagen verteuerten sich um 7,2 %, Wärmedämm-Verbundsysteme um 5,7 %.
Instandhaltung und andere Bausparten
Instandhaltungsarbeiten an Wohngebäuden ohne Schönheitsreparaturen waren im August 2026 um 6,0 % teurer als im Vorjahresmonat. Auch außerhalb des Wohnungsbaus stiegen die Preise: Bürogebäude verteuerten sich um 5,7 %, gewerbliche Betriebsgebäude um 5,5 %, der Straßenbau um 6,9 %.
Was heißt das für Vermieter?
Wer einen Neubau plant oder eine Sanierung kalkuliert, muss mit spürbar höheren Angeboten rechnen als vor einem Jahr. Besonders relevant sind die Zuwächse bei Dach, Holzbau, Elektro und Heizung, weil sie bei Modernisierungen häufig anfallen. Auch laufende Instandhaltung wird mit 6,0 % merklich teurer. Bestehende Kalkulationen und Rücklagen sollten daran gemessen werden.
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