Baugenehmigungen für Wohnungen im Juli leicht gestiegen

Im Juli wurden bundesweit etwas mehr Wohnungen genehmigt als im Vorjahresmonat – ein kleines Lebenszeichen für den Wohnungsneubau.
Die Zahl der bundesweit genehmigten Wohnungen ist im Juli gegenüber dem Vorjahresmonat leicht gestiegen. Das geht aus einer Meldung der Immobilien Zeitung (IZ) hervor, die sich auf aktuelle Daten zu den Baugenehmigungen für Wohnprojekte bezieht.
Nach Jahren mit rückläufigen oder stagnierenden Genehmigungszahlen ist damit erstmals wieder ein Plus zu verzeichnen. Der Anstieg fällt zwar gering aus, markiert aber eine Umkehr des Trends der vergangenen Jahre, in denen steigende Baukosten, hohe Zinsen und komplizierte Förderbedingungen den Neubau spürbar gebremst hatten.
Baugenehmigungen gelten als früher Indikator für die künftige Bauaktivität. Wird eine Wohnung genehmigt, heißt das nicht automatisch, dass sie auch zeitnah gebaut wird – zwischen Genehmigung und Fertigstellung liegen oft mehrere Jahre. Trotzdem gilt die Kennziffer als wichtiges Signal dafür, wie sich das künftige Wohnungsangebot entwickeln könnte.
Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, den Wohnungsneubau wieder anzukurbeln, nachdem die Zahl der fertiggestellten Wohnungen zuletzt deutlich unter den ursprünglich angepeilten 400.000 pro Jahr lag. Ein leichtes Plus bei den Genehmigungen könnte ein erstes Anzeichen dafür sein, dass sich die Lage auf dem Bau langsam stabilisiert.
Was heißt das für Vermieter?
Ein leichtes Plus bei den Baugenehmigungen ist noch kein Signal für eine baldige Entspannung am Wohnungsmarkt. Bis genehmigte Projekte tatsächlich Wohnraum schaffen, dauert es Jahre. Für Vermieter und Investoren bleibt die Angebotsknappheit in vielen Städten damit kurzfristig bestehen – mittelfristig lohnt sich aber ein Blick auf Regionen, in denen die Genehmigungszahlen bereits jetzt spürbar anziehen.
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