IVD-Preisspiegel 2026: Mieten steigen moderat, BW stabil

Der IVD hat am 24. September 2026 seinen neuen Wohn-Preisspiegel vorgestellt, der bundesweit steigende, aber langsamer wachsende Mieten zeigt.
Der Immobilienverband IVD hat am 24. September 2026 in einer Online-Pressekonferenz den Wohn-Preisspiegel 2026/27 vorgestellt. Demnach kosten Bestandswohnungen bei Neuvermietung in den acht größten deutschen Städten im ersten Halbjahr 2026 durchschnittlich 14,20 Euro pro Quadratmeter, ein Plus von 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Bundesweit liegt der Wert bei 11,30 Euro, ein Anstieg um 2,5 Prozent.
Bei Neubauwohnungen fallen die Mieten in den Top-8-Städten mit 18,00 Euro pro Quadratmeter deutlich höher aus, hier beträgt das Plus 2,8 Prozent. Im gesamten Bundesgebiet werden für neu gebaute Wohnungen bei Erstvermietung 14,00 Euro pro Quadratmeter fällig. Der IVD sieht damit weiterhin steigende Mieten, allerdings mit spürbar geringerem Tempo als in den Jahren zuvor.
Baden-Württemberg entwickelt sich laut IVD Süd, der die Zahlen bereits am 8. Mai 2026 für die Großstädte des Landes veröffentlicht hatte, eher seitwärts. Die Wohnungsmieten legten im Halbjahresvergleich von Herbst 2025 bis Frühjahr 2026 im Schnitt um 0,7 Prozent zu. Von den kräftigen Rückgängen am Kaufmarkt der vergangenen Jahre ist in den Zahlen nichts mehr zu sehen, stattdessen zeichnet sich eine leicht positive Tendenz ab.
Für Baden-Baden meldet der IVD Süd weitgehend stabile Verhältnisse. Neuvermietungen im Altbau kosteten im Frühjahr 2026 im Schnitt 11,80 Euro pro Quadratmeter, im Bestand 11,70 Euro und im Neubau 13,30 Euro. Nur die Erstmieten für Neubauwohnungen zogen gegenüber Herbst 2025 um 0,8 Prozent an, alle anderen Segmente blieben nahezu unverändert.
Auch der Kaufmarkt in Baden-Baden zeigt sich stabil: Bestandswohnungen kosten dort im Schnitt 3.790 Euro pro Quadratmeter, Neubauwohnungen 5.000 Euro.
Was heißt das für Vermieter?
Wer in einer der Top-8-Städte neu vermietet, kann laut den IVD-Zahlen moderate Mietsteigerungen am Markt durchsetzen, besonders bei Neubau. In stabileren Teilmärkten wie Baden-Baden zählen dagegen Objektqualität und Energieeffizienz mehr als pauschale Aufschläge, da die Nachfrage hier selektiver bleibt. Bei Mieterhöhungen im Bestand gilt weiterhin die Kappungsgrenze von 15 oder 20 Prozent innerhalb von drei Jahren, in Gebieten mit Mietpreisbremse zusätzlich die Begrenzung auf die ortsübliche Vergleichsmiete plus 10 Prozent bei Wiedervermietung. Vermieter sollten die regionale Lage genau prüfen, denn zwischen Großstadt und Teilmarkt wie Baden-Baden bleibt die Spreizung erheblich.
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