Greyfield wandelt Thyssenkrupp-Büro in Bochum zu Wohnheim

Greyfield hat ein früheres Verwaltungsgebäude von Thyssenkrupp Steel Europe in Bochum gekauft und plant dort 156 öffentlich geförderte Wohnungen.
Greyfield hat das ehemalige Bürogebäude von Thyssenkrupp Steel Europe an der Essener Straße 244 in Bochum gekauft. Aus dem Verwaltungsbau sollen 156 öffentlich geförderte Wohnungen entstehen, vorrangig für Auszubildende und Studierende.
Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1953 und wurde seit den frühen 1960er-Jahren als Bürostandort genutzt. Das Grundstück umfasst 9.348 Quadratmeter, die Nutzfläche liegt bei rund 5.485 Quadratmetern. Diese Fläche soll nach dem Umbau in etwa erhalten bleiben.
Geplant sind eine energetische Modernisierung sowie der Erhalt möglichst vieler Bestandsbauteile. Statt eines Abrisses setzt Greyfield damit auf eine Umnutzung des vorhandenen Baukörpers zum Wohnheim.
Die neuen Einheiten sollen als öffentlich geförderter Wohnraum vermietet werden. In Nordrhein-Westfalen sind solche Wohnungen an Mietpreis- und Belegungsbindungen geknüpft, für den Bezug in Bochum ist in der Regel eine Wohnberechtigungsbescheinigung nötig.
Die Stadt Bochum meldet für 2025 bereits ein hohes Fördervolumen im geförderten Wohnungsbau: 80 Millionen Euro wurden bewilligt. Das Greyfield-Projekt an der Essener Straße reiht sich in diese Förderaktivität ein, konkrete Angaben zu Baubeginn oder Fertigstellung liegen bislang nicht vor.
Was heisst das fuer Vermieter?
Das Projekt zeigt, dass sich auch ältere Büroimmobilien wirtschaftlich zu gefördertem Wohnraum umbauen lassen, ohne dass ein Neubau nötig wird. Für private Vermieter in Bochum steigt dadurch das Angebot im einfachen und studentisch geprägten Segment, was die Vermietbarkeit vergleichbarer freifinanzierter Wohnungen beeinflussen kann. Wer selbst über eine Umnutzung von Gewerbeflächen nachdenkt, findet hier ein Beispiel für die Kombination aus Bestandserhalt, energetischer Sanierung und Förderbindung.
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