Primus Valor kauft 344 Wohnungen in Franken

Der Mannheimer Fondsanbieter Primus Valor erwirbt 344 Wohneinheiten an fünf fränkischen Standorten für 38 Mio. Euro – ein starkes Signal für den Bestandsmarkt.
Primus Valor kauft 344 Wohnungen in Franken – 38 Mio. Euro für Bestandsportfolio
Primus Valor hat für seinen Fonds Immochance Deutschland 14 Renovation Plus ein umfangreiches Wohnportfolio in der fränkischen Region erworben. Der Gesamtkaufpreis beläuft sich auf 38 Millionen Euro, die erworbene Wohnfläche umfasst rund 24.000 Quadratmeter. Damit setzt das Mannheimer Emissionshaus ein klares Zeichen für die anhaltende Nachfrage institutioneller Käufer im deutschen Bestandssegment.
Fünf Standorte in Franken auf einen Schlag
Die insgesamt 344 Wohneinheiten verteilen sich auf mehrere Städte und Gemeinden in der Region. Im Einzelnen handelt es sich um folgende Standorte:
- Aschaffenburg
- Erlenbach
- Kitzingen
- Nürnberg
- Schweinfurt
Diese geografische Streuung innerhalb Frankens ist typisch für eine Bestandsstrategie, die auf stabile Mietrenditen in mittelgroßen deutschen Städten setzt, anstatt sich auf einzelne Hochpreismärkte zu konzentrieren. Besonders Nürnberg als Großstadt und wirtschaftliches Zentrum der Region dürfte dabei eine Ankerfunktion im Portfolio übernehmen.
Was der Deal für den Markt bedeutet
Der Ankauf durch Primus Valor Franken ist mehr als eine Einzeltransaktion – er fungiert als Marktindikator. Institutionelle Käufer sind nach einer längeren Phase der Kaufzurückhaltung, die durch steigende Zinsen und Unsicherheiten bei der Preisfindung geprägt war, wieder aktiver im Bestandssegment unterwegs. Ein Portfoliokauf in dieser Größenordnung signalisiert, dass sich Käufer und Verkäufer bei der Preisfindung zunehmend annähern.
Laut den verfügbaren Informationen erfolgte der Erwerb bei geringem Leerstand, was auf eine hohe Vermietungsqualität des übernommenen Portfolios hindeutet. Für einen Bestandsfonds mit Renovierungsfokus ist das ein relevanter Ausgangspunkt: Laufende Mieteinnahmen sichern die Liquidität, während schrittweise Modernisierungsmaßnahmen den Wert steigern sollen.
Immochance Deutschland 14 Renovation Plus: Strategie mit System
Der Fonds Immochance Deutschland 14 Renovation Plus folgt einem Ansatz, der für Primus Valor charakteristisch ist: Erwerb von Bestandswohnungen mit Aufwertungspotenzial, gefolgt von gezielten Renovierungsmaßnahmen zur Steigerung von Mieteinnahmen und Objektwert. Dieser Renovation-Plus-Ansatz hat sich bereits bei früheren Fonds des Hauses bewährt.
Primus Valor hatte den Vorgängerfonds Immochance Deutschland 12 Renovation Plus zum Jahresende 2024 geschlossen. Der jetzt aktive Fonds der 14. Generation setzt die Reihe konsequent fort. Ziel war es, bei Privatanlegern rund 40 Millionen Euro einzusammeln – der nun vollzogene Portfoliokauf zeigt, dass das Kapital in die Akquisephase übergegangen ist.
Franken als Investitionsregion im Fokus
Die Wahl Frankens als Investitionsregion ist strategisch nachvollziehbar. Mittelstädte wie Schweinfurt, Kitzingen oder Aschaffenburg bieten im Vergleich zu München oder Frankfurt deutlich günstigere Einstiegspreise bei gleichzeitig solider Nachfrage nach Mietwohnraum. Die Kombination aus moderaten Kaufpreisen und stabiler Mietnachfrage macht solche Standorte für renditeorientierte Bestandsfonds besonders attraktiv.
Primus Valor hat in der Vergangenheit bereits ähnliche Portfoliokäufe in Bayern durchgeführt – darunter ein Erwerb von über 300 Wohnungen im Allgäu. Der neue Deal in Franken reiht sich in diese regionale Schwerpunktsetzung im süddeutschen Raum ein.
Was Privatvermieter und Marktbeobachter daraus lernen können
Der Portfoliokauf von Primus Valor lässt sich auch als Signal für private Immobilieneigentümer und Vermieter lesen:
- Institutionelle Käufer akzeptieren wieder Preise im Bestandssegment – die Talsohle bei Transaktionsvolumina könnte durchschritten sein.
- Bestandswohnungen mit geringem Leerstand in mittelgroßen Städten sind gefragt – das stärkt die Verhandlungsposition von Verkäufern.
- Die Renovierungsstrategie großer Fonds erhöht den Druck auf private Vermieter, ebenfalls in den Wohnungsbestand zu investieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Fazit: Ein Marktzeichen mit Signalwirkung
Mit dem Erwerb von 344 Wohnungen in Franken für insgesamt 38 Millionen Euro demonstriert Primus Valor, dass institutionelle Investoren im deutschen Wohnimmobilienmarkt 2026 wieder kaufbereit sind. Die breite Streuung über fünf Standorte, der niedrige Leerstand beim Ankauf und das klare Renovierungskonzept des Fonds machen diese Transaktion zu einem belastbaren Indikator für die Stimmung im Bestandssegment – und zu einem Referenzpunkt für die aktuelle Preisfindung in der fränkischen Region.
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