Herborn: Weimer plant 200 Wohnungen im Lahn-Dill-Kreis

Wolfgang Staufer3 min read24.08.2026, 00:00vor 11 Stunden
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Herborn: Weimer plant 200 Wohnungen im Lahn-Dill-Kreis

In Herborn soll auf einem lange brachliegenden Einzelhandelsgrundstück ein Neubauprojekt mit rund 200 Wohnungen entstehen.

Die Weimer-Gruppe bereitet in Herborn ein Wohnungsbauprojekt vor, das für private Vermieter und Investoren im Lahn-Dill-Kreis relevant werden könnte. Auf einem ehemaligen Einzelhandelsgelände an der Straße Hinterthal sollen rund 200 Wohneinheiten entstehen und damit über zehn Jahre Stillstand auf dem Areal beenden.

Neubauprojekt in Herborn: Zahlen und Standort

Das Grundstück in Herborn umfasst etwa 18.000 Quadratmeter. Geplant ist eine Bebauung mit rund 15.000 Quadratmetern Wohn- und Nutzfläche plus zugehörigen Parkflächen.

Drei Bauabschnitte als Umsetzungsplan

Das Vorhaben soll in drei Bauabschnitten realisiert werden. Für die ersten beiden Abschnitte werden aktuell die Bauanträge vorbereitet, ein dritter Abschnitt folgt zu einem späteren Zeitpunkt. Diese Staffelung bedeutet, dass die neuen Wohnungen nicht gleichzeitig, sondern über einen längeren Zeitraum verteilt auf den Markt kommen.

Vorgeschichte des Areals

Das Grundstück war bereits vor vier Jahren für Wohnbebauung vorgesehen, das damalige Projekt wurde jedoch nicht weiterverfolgt. Erst mit der Übernahme durch Weimer Wohnbau nimmt die Entwicklung wieder konkrete Formen an. Die Stadt Herborn bestätigt, dass die Arbeiten auf dem Gelände wieder aufgenommen wurden, und verweist Interessenten für Projekt- und Vermarktungsfragen direkt an das Unternehmen.

Aktueller Stand: Planung vor Baubeginn

Trotz der wieder aufgenommenen Arbeiten befindet sich das Projekt weiterhin in der Vorbereitungsphase. Ein möglicher Baubeginn wird für die zweite Jahreshälfte 2026 in Aussicht gestellt, konkrete Bauarbeiten haben nach aktuellem Stand noch nicht begonnen.

Was sich seit der ersten Meldung geändert hat

Neu ist vor allem, dass das Projekt inzwischen einem konkreten Entwickler zugeordnet ist und die Aktivitäten auf dem Gelände sichtbar wieder anlaufen. Inhaltlich bleibt der Status jedoch unverändert vor dem eigentlichen Hochbau: Es geht aktuell um Bauantragsvorbereitung, nicht um laufende Bauarbeiten.

Bedeutung für private Vermieter und Investoren

Ein Neubauprojekt mit rund 200 Wohnungen kann das Mietangebot in einer Stadt wie Herborn spürbar verändern. Für Vermieter in der Region lohnt sich ein Blick auf mögliche Auswirkungen auf die lokale Marktsituation:

  • Zusätzliches Angebot von rund 200 Wohnungen kann mittelfristig den Wettbewerb bei der Neuvermietung verstärken
  • Durch die gestaffelte Umsetzung in drei Bauabschnitten verteilt sich das neue Angebot über einen längeren Zeitraum
  • Bestandsimmobilien könnten stärker über Zustand, Energieeffizienz und Stellplatzangebot verglichen werden
  • Die Aktivierung eines lange brachliegenden Areals kann auf zusätzliche Wohnungsnachfrage im Umfeld hindeuten

Für Vermieter mit Objekten in Herborn oder der näheren Umgebung ist es sinnvoll, die weitere Entwicklung des Projekts im Blick zu behalten, insbesondere den Fortgang der Bauanträge und einen möglichen Baubeginn.

Genehmigungsverfahren als nächster Meilenstein

Der nächste relevante Schritt ist der Abschluss der Bauantragsverfahren für die ersten beiden Bauabschnitte. Da es sich um ein ehemaliges Einzelhandelsareal handelt, sind damit auch Fragen zu Bebauungsplan und kommunaler Abstimmung verbunden, bei denen die Stadt Herborn als Ansprechpartnerin fungiert.

Was heißt das für Vermieter?

Das Projekt in Herborn zeigt exemplarisch, wie brachliegende Gewerbeflächen in Deutschland zunehmend für Wohnungsbau reaktiviert werden. Für private Vermieter in der Region bedeutet das: Es lohnt sich, die Marktentwicklung vor Ort zu beobachten und die eigene Mietpreis- und Sanierungsstrategie rechtzeitig auf ein wachsendes Neubauangebot auszurichten. Konkrete Auswirkungen auf Mietniveau und Nachfrage werden sich erst zeigen, wenn die Bauanträge genehmigt sind und der angekündigte Baubeginn in der zweiten Jahreshälfte 2026 tatsächlich erfolgt.