Marktanalyse

Ferienimmobilien: Deutschlands teuerste Ferienorte 2024

Wolfgang Staufer4 min read09.07.2026, 00:00vor 2 Wochen
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Ferienimmobilien: Deutschlands teuerste Ferienorte 2024

Wo kosten Ferienimmobilien am meisten? Ein aktueller Preisüberblick zeigt, welche Orte für Investoren besonders attraktiv – und teuer – sind.

Ferienimmobilien als Kapitalanlage: Lohnt sich der Kauf?

Ferienimmobilien gehören zu den begehrtesten Anlageobjekten in Deutschland. Wer in ein Ferienhaus oder eine Ferienwohnung investiert, verbindet Eigennutzung mit Renditepotenzial – doch die Preise in den gefragtesten Urlaubsregionen steigen seit Jahren deutlich. Ein aktueller Preisüberblick zeigt, welche Standorte besonders kostspielig sind und wo Käufer noch Chancen haben.

Der Markt für Ferienimmobilien hat sich in den vergangenen Jahren professionalisiert. Plattformen wie Airbnb oder Booking.com erleichtern die Vermietung erheblich, was die Nachfrage nach geeigneten Objekten zusätzlich anheizt. Gleichzeitig ist das Angebot in Toplagen begrenzt – was die Preise weiter nach oben treibt.


Deutschlands teuerste Ferienorte im Überblick

Sylt: Unangefochten an der Spitze

Die Nordseeinsel Sylt bleibt das teuerste Pflaster für Ferienimmobilien in ganz Deutschland. Quadratmeterpreise von 10.000 Euro und mehr sind in Westerland oder Kampen keine Seltenheit. Exklusive Objekte mit Meerblick erzielen Preise weit jenseits der Millionengrenze.

Die hohe Nachfrage von wohlhabenden Käufern aus Hamburg und dem gesamten deutschsprachigen Raum sorgt dafür, dass der Markt auf Sylt kaum einbricht. Auch in wirtschaftlich schwächeren Phasen bleibt die Insel ein stabiler Wertanlagestandort.

Tegernsee und Schliersee: Bayerische Alpenlage

Der Tegernsee in Oberbayern zählt ebenfalls zu den exklusivsten Ferienlagen Deutschlands. Immobilien direkt am See werden häufig zu Preisen zwischen 8.000 und 15.000 Euro pro Quadratmeter gehandelt. Die Kombination aus alpinem Flair, Nähe zu München und ganzjähriger Attraktivität macht die Region besonders beliebt.

Auch der benachbarte Schliersee und das Berchtesgadener Land verzeichnen stark steigende Preise. Wer hier investiert, profitiert sowohl von Sommer- als auch von Wintertourismus.

Rügen und die Ostseeküste

Die Ostseeinsel Rügen ist das beliebteste Ferienziel im Nordosten Deutschlands. Besonders in Binz, Sellin und Göhren sind die Immobilienpreise in den letzten Jahren stark gestiegen. Quadratmeterpreise zwischen 5.000 und 8.000 Euro sind in Strandnähe keine Ausnahme mehr.

Die gesamte Ostseeküste – von Travemünde über Warnemünde bis zur Halbinsel Fischland-Darß-Zingst – verzeichnet eine hohe Nachfrage. Käufer schätzen hier das günstigere Preisniveau im Vergleich zu Sylt bei gleichzeitig guten Vermietungsquoten.

Weitere hochpreisige Ferienregionen

Neben den genannten Topstandorten gibt es weitere Regionen, die für ihre hohen Immobilienpreise bekannt sind:

  • Berchtesgaden und Garmisch-Partenkirchen (Bayern): Beliebte Ski- und Wanderregionen mit stabiler Nachfrage
  • Bodensee (Baden-Württemberg): Internationales Publikum, ganzjährige Attraktivität
  • Nordseeinseln Föhr und Amrum: Etwas günstiger als Sylt, aber ebenfalls stark nachgefragt
  • Usedom: Wachsender Markt an der deutsch-polnischen Ostseeküste
  • Allgäu: Beliebt bei Bayern- und Schwabenurlaubern, stabile Preise

Was bedeutet das für Investoren?

Rendite vs. Kaufpreis: Die Rechnung aufmachen

Hohe Einstiegspreise bedeuten nicht automatisch eine hohe Rendite. Wer 10.000 Euro pro Quadratmeter für ein Objekt auf Sylt zahlt, muss erhebliche Mieteinnahmen erzielen, um eine attraktive Rendite zu erwirtschaften. In der Praxis liegen die Bruttomietrenditen bei Ferienimmobilien häufig zwischen 3 und 6 Prozent – abhängig von Auslastung, Saison und Vermietungsstrategie.

Günstigere Regionen wie Usedom oder das Allgäu bieten oft bessere Renditechancen, weil der Kaufpreis niedriger ist, die Vermietungsnachfrage aber solide bleibt. Für Investoren lohnt sich daher ein genauer Vergleich zwischen Kaufpreis, erzielbaren Tagesmieten und zu erwartender Auslastung.

Nebenkosten und steuerliche Aspekte beachten

Beim Kauf einer Ferienimmobilie fallen neben dem Kaufpreis erhebliche Nebenkosten an: Grunderwerbsteuer, Notarkosten und Maklergebühren summieren sich schnell auf 10 bis 15 Prozent des Kaufpreises. Hinzu kommen laufende Kosten für Verwaltung, Instandhaltung und Plattformgebühren.

Steuerlich bietet die Vermietung von Ferienwohnungen jedoch interessante Möglichkeiten: Werbungskosten können abgesetzt werden, und bei überwiegender Fremdvermietung ist auch der Vorsteuerabzug möglich. Eine professionelle steuerliche Beratung ist vor dem Kauf dringend empfehlenswert.


Fazit: Ferienimmobilien bleiben attraktiv – trotz hoher Preise

Trotz gestiegener Kaufpreise bleiben Ferienimmobilien für viele Investoren eine attraktive Anlageform. Die Kombination aus Eigennutzung, stabiler Nachfrage und Wertsteigerungspotenzial macht sie zu einem interessanten Bestandteil eines diversifizierten Immobilienportfolios.

Entscheidend ist die Wahl des richtigen Standorts und eine realistische Kalkulation der zu erwartenden Einnahmen und Kosten. Wer Deutschlands teuerste Ferienorte kennt, kann besser einschätzen, ob der Kauf in einer Topregion oder in einem aufstrebenden Markt die sinnvollere Investition ist.